Ode an die Bäckerei

11 Nov foto credit

 

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Ich liebe Brot, in fast alle Formen, weiß oder schwarz, knusprig oder weich, mit Samen, Körner und Nüsse, Oliven oder nur so. Und ich liebe andere Teigwaren wie die Brezel (selbst wenn ich immer „einen“ Brezel an der Bäckerei sage, ich kann nicht akzeptieren dass es feminin ist). Ich kratze das Salz ab und esse dem Mutterficker auf der Straße oder irgendwohin ich mich finde. Eine gute warme Brezel macht die Welt schöner. Und nichts schmeckt besser als warme Brotkruste die man auf den Weg von der Bäckerei bis zu Hause isst.

Das Problem ist dass die verschiedene Arten von Brot haben solche lange und phonetisch komplizierte Namen, wie zum Beispiel meine beliebteste Brotart von meine beliebteste Bäckerei in der Nähe: „Kornkraft Laible“. Es ist fast einen Zungenbrecher für diese arme Ausländerin und weil ich so viel Angst habe, spreche ich ganz leise und dann bin ich immer 2 oder sogar 3 Mal gefragt was ich möchte, bis ich laut und deutlich „KORNKRAFT LAIBLE“ mit eine romanische „R“ sage. Aber es ist nicht vorbei, dann muss ich auch „Geschnitten, bitte!“ sagen. Mit meinem Akzent es klingelt mehr wie“Geschniiiten“ um ehrlich zu sein. Wenn ich Brot kaufen kann, ohne dass die Verkäuferinnen wissen dass ich eine Ausländerin bin, dann kann ich sagen dass ich Deutsch sprechen kann.

Hier ist jemand die auch Brot liebt und diese Liebe ausbreitet. Miss Elmlid kommt vorbei und backt Brot aber nicht fürs Geld, sondern für andere Sachen die man machen, lernen oder erfahren kann. Eine wunderschöne Idee.

 

Ich gegen der deutsche Sprache

19 Okt

Mark Twains Anekdote die alle die Deutsch als fremde Sprache lernen zu mindest einmal gehört haben wird nie alt für Ausländer die täglich mit Deutsch sich konfrontieren müssen: Ein Ausländer geht zu einem Gespräch das auf Deutsch ausgeführt wird und hat einen Übersetzer dabei. Der Sprecher spricht und spricht und der Übersetzer hört zu aber  übersetzt nichts. Der Ausländer ärgert sich und fragt dem Übersetzer wieso schweigt er so und der Übersetzer antwortet „Sch! Ich warte noch auf dem Verb.“

Erst lächelt man, dann wird man ernst, denn es ist so wahr. Als ich noch schlechter Deutsch sprach ich fürchtete mit meine Vermieterin zu sprechen, weil ich fast nichts verstehen könnte und je nervöser ich war, desto weniger konnte ich sie verstehen. Was ich oft hörte was so was wie: „bla bla bla bla verb“. Wenn das Verb „machen“ oder „müssen“ war, dann hatte ich Probleme😛 Ich schwitzte unglaublich viel immer als ich mit ihr mir unterhalten müsste, weil, obwohl sie eigentlich nett war, sie immer sehr streng ausgesehen hat. Dass sie in den Schwäbischen Dialekt sprach, hat auch nicht viel geholfen.

Hier ist ein kurz Film über wie eine fremde Sprache am Anfang klingelt, in diesem Fall Englisch: